Spätestens jetzt im Juli stehen uns heiße Sommertage und auch nasse Regentage bevor. Es wird viel Regenwasser gebraucht, um unsere Kulturpflanzen ausreichend zu versorgen. Aber bitte bedenken Sie, dass nicht alle Pflanzen immer „nasse“ Füße haben möchten. Ausreichend ist es bei Trockenheit, zwei- bis dreimal in der Woche, aber dann ausreichend zu gießen.
Wenn Sie noch einmal den späten Blumenkohl pflanzen möchten, dann muss das bis Mitte Juli geschehen sein. Blumenkohl ist ein Starkzehrer und benötigt guten, humosen Boden. Wenn Sie im Frühjahr guten, verrotteten Mist eingearbeitet haben, haben Sie schon eine gute Grundlage geschaffen. Die Pflanzweite ist 50 x 50 cm.
Im Juli/August wird nach der Ernte beim Steinobst, bei Sauer- und Süßkirschen, bei Pflaumen, Aprikosen und beim Pfirsich mit dem Auslichten begonnen und eventuell verjüngt. Jetzt ist die Zeit günstig, weil die Wunden schnell verheilen. Langtriebe werden Mitte des Monats waagerecht gebunden und Konkurrenztriebe entfernt.
Nun entstehen die Neutriebe beim Kernobst Apfel und Birne. Wenn sich bei Ihren Obstbäumen zu wenige Seitentriebe bilden, dann können Sie die Triebspitze entfernen, damit der Baum stärker verzweigt. Bei der Birne führt das aber oft dazu, dass der Baum sich selbst ausdünnt. Im Juli können Sie auch die steilen Triebe ausreißen.
Jetzt nach der Ernte benötigen die Erdbeerpflanzen eine gute Pflege. Zuerst sollten Sie sowohl abgestorbene Blätter als auch nicht benötigte Senker entfernen, danach den Boden mit Kompost versorgen und flach lockern. Zuvor sollten Sie einen guten, organischen Beerendünger ausbringen. Die Senker bitte nicht abreißen, sondern schneiden.
Der Juli ist der beste Zeitpunkt zum Pflanzen von Erdbeeren. Vor dem Pflanzen sollten Sie guten, abgelagerten Mist oder Kompost einarbeiten. Der Boden muss ausreichend tief gelockert werden. Auf dem Beet, auf dem jetzt die Jungpflanzen stehen sollen, sollten drei bis vier Jahre lang keine Erdbeeren gestanden haben. Und für die Neupflanzung bitte nur gesunde Jungpflanzen verwenden!
Viele Krankheiten und Schädlinge machen unseren Kulturpflanzen zu schaffen. Lassen Sie unbedingt die Finger von den „chemischen Keulen“. Der gut sortierte Fachhandel bietet eine Menge wirksamer Mittel, die jedoch unsere Nützlinge nicht abtöten. Diese sind überaus wichtig, um das biologische Gleichgewicht im Garten zu erhalten.
Ökotipp des Monats
Kapuzinerkresse hilft gegen Blutläuse. Den Befall durch die Blutlaus kann man an Obstbäumen stark einschränken oder sogar ganz verhindern, indem man um den Stamm herum Kapuzinerkresse aussät.
Erik Behrens, Gartenfachberater
Zertifizierter Pflanzendoktor
Quelle: https://www.lsk-kleingarten.de/aktuelle-gartentipps/