Kleingärtnerverein Ziegelei e.V. Waldenburg

Während im Gebirge die Apfelblüte und damit der Beginn des Vollfrühlings noch auf sich warten lässt, ist es in flacheren Gefilden schon Ende März Anfang April so weit. Die Apfelbäume öffnen ihre Blüten für die hungrigen und fortpflanzungsbereiten Wildbienen. 

 

Im Freiland können in der Zeit des Erstfrühlings und des Vollfrühlings zahlreiche Gemüse gesät werden. Zum Beispiel Erbsen, Mangold, Mairüben, Linsen, Salatrauke und Schwarzwurzel. Auch Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Dill können nun ins Freiland gesät werden. Für Spargel, Rhabarber und Steckzwiebeln ist jetzt die richtige Pflanzzeit.

 

In den Erdbeerbeeten gilt es nun die ersten Blüten vor Nacht- und Spätfrösten zu schützen. Knoblauch zwischen die Erdbeerpflanzen gesteckt, beugt Pilzerkrankungen vor. Wer im zeitigen Frühjahr keine Zeit hatte Schneckengelege abzusammeln und zu vernichten, ist gut beraten, Schneckenschutzzäune zu errichten. Aber auch bei ausreichender Vorsorge sind Pflanzringe oder Schneckenzäune aus Zinkblech eine gute Empfehlung. Perlschläuche oder Schläuche und Anschlüsse von Tröpfchenbewässerungssystemen werden jetzt verlegt, noch bevor die Saaten auflaufen.

 

Wer schon jetzt Kulturen wie Knollenfenchel, Porree, Kapuzinerkresse oder Neuseeländer Spinat ansät, sollte für kältere Tage und Nächte ein Schutzvlies für die entsprechenden Beete zur Hand haben. Auf dem Fensterbrett werden die Saatbehälter für Gurken, Zucchini und Kürbisse vorbereitet. Auch Kräuter wie Basilikum, Melisse, Oregano, Thymian, Majoran und Salbei und Sommerblumen wie Zinnien, Astern und Edelwicken können bei Zimmertemperatur gesät werden.

 

Garten im April: Schnecken und Raupen absammeln

Die schon seit dem zeitigen Frühjahr auf der Fensterbank heranwachsenden Chili-, Paprika- und Tomatenpflanzen wurden inzwischen pikiert. Sie können bei Gelegenheit in den Mittagsstunden immer häufiger zum Abhärten ins Freie gestellt werden.

 

Erste Rhabarberstangen sind spätestens im Vollfrühling erntereif. Auch überwinterter Mangold, Schnittlauch, Spinat und Winterpostelein können während des gesamten Frühlings Vitamine in den Speiseplan bringen. Wenn auf den Blättern des überwinterten Mangolds grüne bis grün-braune Raupen zu finden sind, sollten diese Raupen abgesammelt werden, um Fraßschäden zu vermeiden. Denn die Raupen fressen auch andere krautige Pflanzen. Aus ihnen entwickeln sich Nachtfalter, die Achateule oder auch Mangoldeule genannt werden.

 

Ökotipp des Monats

In jedem Frühjahr haben viele Hobbygärtner ein wiederkehrendes Problem:

Die Fensterbretter, die für die Anzucht der Jungpflanzen dringend benötigt werden, sind nicht in ausreichender Zahl vorhanden. Abhilfe können transparente Aufbewahrungsboxen schaffen. Die Boxen haben gegenüber den herkömmlichen Anzuchtbehältern den Vorteil, dass sie höher sind und damit den Jungpflanzen bessere Entfaltungsmöglichkeiten bieten.

Außerdem sind sie gut stapelbar. So können die Tomaten-, Chili- und Paprikapflänzchen in den oberen Etagen gedeihen, während unten Kürbis, Gurke, Zucchini und Co. aufkeimen.

 

Sven-Karsten Kaiser, Zertifizierter Pflanzendoktor und Gartenfachberater

Aktuelle Kleingartentipps im April